Was ist ein ACS-System?

Wenn die Straße schlecht ist, kann auch das beste Fahrwerk nichts ausrichten? Von wegen: Durch die aktive Wankstabilisierung des ACTIVE CURVE SYSTEM von Mercedes-Benz wird der Fahrkomfort deutlich optimiert. Bei Kurvenfahrten werden die Stabilisatoren aktiv beeinflusst und halten das Torsionsmoment konstant. Das Wankmoment wird variabel verteilt und das Fahrzeug so an jede Situation angepasst. Der Fahrer erlebt das Gefühl, auf Schienen unterwegs zu sein - insbesondere bei Fahrzeugen mit einem hohem Schwerpunkt. Im Offroad-Einsatz gewährleistet das System eine bessere Achsverschränkung, indem es die beiden Stabilisatoren an Vorder- und Hinterachse entkoppelt.

 

Das ACTIVE CURVE SYSTEM kompensiert den Wankwinkel des Aufbaus bei Kurvenfahrt, dadurch steigen Agilität und Fahrspaß deutlich. Gleichzeitig erhöht das System die Fahrstabilität und damit die Sicherheit gerade bei höheren Geschwindigkeiten. Noch mehr Fahrkomfort sowohl in Kurven wie auf gerader Strecke gehören ebenfalls zu den Vorzügen des ACTIVE CURVE SYSTEM.

 

Bei Geradeausfahrt ergibt sich eine Komfortverbesserung, weil hier die Drehsteller die beiden Querstabilisatorhälften an Vorder- und Hinterachse entkoppeln, die Stabilisatoren damit „offen“ sind und nicht auf einseitige Anregung durch Schlaglöcher oder Bodenwellen reagieren. 

 

Erhöhter Fahrkomfort und Fahrdynamik bei Kurvenfahrt, weil die Torsionsmomente und Verdrehwinkel der Stabilisatoren aktiv beeinflusst werden. Außerdem bleibt das Torsionsmoment der Stabilisatoren auch bei einseitiger Anregung konstant, beispielsweise beim Durchfahren eines Schlaglochs an der Kurvenaußenseite. Die unterschiedliche Regelung an Vorder- und Hinterachse verteilt das Wankmoment variabel, dadurch wird aktiv das Eigenlenkverhalten an die jeweilige Fahrsituation angepasst. Bei Landstraßenfahrt wird das Fahrverhalten besonders agil, bei Autobahnfahrt besonders stabil eingeregelt. Im Sinne der höheren Fahrdynamik ist beim ML 63 AMG der Hinterachs-Stabilisator stärker dimensioniert.

 

Zu den wesentlichen Komponenten der aktiven Wankstabilisierung gehören eine riemengetriebene Hydraulikpumpe und ein Ölbehälter im Motorraum sowie je ein Ventilblock und aktive Stabilisatoren an Vorder- und Hinterachse. Im Vergleich zu einem passiven Stabilisator werden die aktiven Stabilisatoren in der Mitte zweigeteilt und über hydraulische Drehsteller miteinander verbunden. Drucksensoren sowie ein Querbeschleunigungs-Sensor informieren über CAN-Signale das elektronische Steuergerät zur Regelung des Hydraulikdrucks.